willkommen in der

geschichte

seit jeher
eine bäckerfamilie

Pionierhaftes, vorwärtsgerichtetes Denken und Handeln prägt ­unsere Familie seit vielen Generationen. Das zeigt sich erstmals in der mutigen Spezialisierung auf die Biber-Produktion, der frühen Eintragung der Marke und der Patentierung der eigenen Bibermaschine in den 1950ern und 1960ern. Auch die späteren Bischofbergers fällen zukunftsweisende Entscheidungen und passen das Sortiment dem Zeitgeist und den sich ändernden Ansprüchen der Kundschaft an. Bei all diesem vorwärtsgerichteten Denken bleiben wir auch heute noch dem Credo unserer Vorfahren treu: «Hausgemacht schmeckt es am besten». Seit über 60 ­Jahren.

1875/1891

die anfänge von
generationenübergreifender
backleidenschaft

1875 gründeten Josef Anton Fuchs und Annemarie Haas, genannt ­«Pfuuselis Amerei», die Bäckerei und Mehlhandlung in der Waflen, Weissbad. So heisst die Liegenschaft, auf der wir gerade stehen. Dem Ehepaar folgten vier Generationen Bäckersleute: 1899 Anton Fuchs und Katherina Rusch («Steublis Fine»), 1930 Johann Josef Bischofberger und ­Benedikta Fuchs, 1962 Josef Bischofberger und Alice Krüsi, 2000 Reto und Urs ­Bischofberger.

1891 eröffnete neben dem heutigen Freibad Forren in ­Appenzell die Bäckerei und Mehlhandlung ­«Tonimareies» von Johann Baptist Bischofberger und Maria Schai. 1929 übernahmen Johann Josef ­Bischofberger und ­seine Schwester Anna diesen Betrieb. Nach der Heirat des ­Bruders und dessen Umzug in die Bäckerei Waflen führte Anna ­Bischofberger die Bäckerei Tonimareies weiter.

Die Bäckerei in der Waflen, Weissbad (Standort der heutigen Bischofberger AG)
Die Bäckerei und Mehlhandlung «Tonimareies», Forren, Appenzell (neben dem jetzigen Freibad)

familiengeschichte

1849
Franz Anton Josef Koller mit Spitznamen «Baslers» ist Besitzer des Hauses in der Waflen und gibt der Liegenschaft seinen Namen.

1875
1858 kauft Franz Anton Haas das Haus. Seine Tochter, «Pfuuselis Amerei», heiratet Josef Anton Fuchs und eröffnet 1875 im Baslers eine Bäckerei und eine Mehlhandlung.

1899
Ihr Sohn übernimmt mit seiner Frau den Betrieb. 1914 stirbt er unerwartet mit nur 37 Jahren. Das Geschäft übernehmen von da an seine Frau Katharina Josefa Rusch und ihre Kinder. Eine der Töchter, Maria Benedikta Fuchs, lernt 1929 Johann Josef Bischofberger kennen – einen tüchtigen Bäckerssohn.

1930
Die beiden übernehmen den Betrieb und werden für ihre Linzertorte, ihr Brot aber auch für ihre leckeren Biberli weitum bekannt.

1962
Nun war es an der Zeit für Johann Josef Bischofberger, den Betrieb an seinen Sohn Josef Anton Bischofberger und dessen Frau Alice Krüsi weiterzureichen. 1963 entschliessen sich die beiden dazu, sich auf Bärli-Biber zu spezialisieren.

2000
Seit 2000 führen nun Urs, Andrea und Reto Bischofberger die Bärli-Biber-Produktion in fünfter Generation weiter.

1957/1960

markeneintrag

Bereits 1957 erkannte Josef Bischofberger den Wert einer registrierten Marke und liess «Bärli-Biber» beim Eidgenössischen Amt für ­geistiges Eigentum eintragen. Der Markenname sollte auch auf das Produkt geprägt werden. 1960 erhielt «Bärli-Biber» daher ein neues, bärenstarkes Logo. Das Wappentier von Appenzell ist der honigliebende Bär.
Naheliegend, dass unser Vorfahr dieses Tier gewählt hatte, um das honigreiche Gebäck zu prägen.

Bescheinigung der Marke, 1957
«Appenzeller Bärli-Biber-Schottisch»: Komponiert von Georges Kegel, gespielt vom Echo Kronberg
(bitte Kopfhörer anziehen)

Unter der Vitrine
«Gesetzl. geschützt»: Holzmodel mit dem allerersten Logo der eingetragenen Marke «Bärli-Biber». In seiner linken Pranke hält der Bär mehrere Bärli-Biber.

1962

bärli-biber-pioniere übernehmen
bäckerei waflen

Josef Bischofberger (*1935) war vom Appenzeller Biber früh begeistert und nutzte den Militärdienst, um das Gebäck unter die Leute zu bringen. Josef erzählt: «Ich hatte während meiner Rekrutenzeit in Chur meistens einen kleinen Vorrat von unseren Biberli dabei und liess die Leute ­probieren. Die Bestellungen häuften sich und ich konnte nebst der Kaserne bald auch Restaurants beliefern.»

Danach vertrieb er die Biberli im ganzen Bündnerland direkt aus dem Auto heraus. Die Nachfrage war so gross, dass zusätzlich nebenamtliche Aussendienst-Mitarbeitende eingestellt wurden.

1962 heiratete er Alice Krüsi und das Paar übernahm den Familienbetrieb in der Waflen. Ein Jahr später fällten die beiden die mutige Entscheidung, sich auf die Produktion von Appenzeller Bärli-Biber zu spezialisieren.

Unter der Vitrine
Seine Berufskundehefte gestaltete Josef Bischofberger perfekt, sodass die Berufsschullehrer sie zu einem Buch binden liessen.

Audio (4 Min.)
Interview mit Josef Bischofberger auf Radio DRS 1, Siesta, 2004

Werbebegleitbrief 100 für 90
Alice und Josef Bischofberger, 1964
Erster grosser Versand / Bestellkarte

1960er

bauernmalerei als
erkennungszeichen

Fast noch stärker als der Markenname haben sich die Bauernmalerei-Bilder auf den Verpackungen bei der Kundschaft eingeprägt. Josef Bischof­berger ist ein grosser Fan und Sammler von Bauernmalerei. Aus dieser privaten Leidenschaft entstand die Idee, diese Kunst auf die Verpackungen zu drucken. Appenzell soll damit in die Welt getragen werden.

Josef Bischofberger liess Sujets von U. Martinelli, A. und J. Manser malen und auf die Verpackungen drucken. Weil Biber vor allem an Weihnachten beliebt sind, realisierten Bischofbergers für diese «Biber-Zeit» stimmungsvolle Wintersujets. Mittlerweile sind die Bilder auf den Verpackungen ein Markenzeichen unserer Bärli-Biber.

Werbeflyer von 1966 mit Bauernmalerei-Bildern
Vorder- und Rückseite einer Verpackungsfolie von 1960

1967

patent und produktion

Zu einem echten Appenzeller Biber gehört ein aufgeprägtes Bild. Doch: Wie kann man ein Bild maschinell auf den klebrigen Honigteig aufprägen? An einer Lösung für dieses Problem tüftelte Josef Bischofberger bereits 1958. Nach vielen gescheiterten Versuchen gelang ihm der Durchbruch und 1967 meldete er das Patent für die «Biberli-Maschine» an. Der moderne Durchlaufofen im Neubau von 1968 war ein weiterer Schritt in Richtung effizientere Produktion.

Die erste halbautomatische Biberli-Maschine ist in Betrieb

In Vitrine hinten
Brief für Kundschaft, dass die Bärli-Biber neue Verpackungen erhalten haben, 1965

In Vitrine vorne
Patentschrift von 1967 für die Biberli-Maschine. Damit konnte das Logo halbautomatisch auf die Biber geprägt werden

Die Urmodel zum Prägen der Bärli-Biber

1970

zweifel als vertriebspartner

In den ersten Bärli-Biber-Jahren wurde ein eigenes Vertriebssystem aufgebaut. Aussendienst-Mitarbeiter verteilten die Appenzeller Bärli-Biberli in alle Schweizer Landesteile. 1970 folgte die Vertriebs-partnerschaft mit Zweifel Pomy-Chips. Schnell entstand auch privat eine Freundschaft zwischen den beiden Familien. Die im gleichen Jahr gegründete Bischofberger AG profitiert vom starken Zweifel-Marketing: Über den «Zweifel Frisch-Service» finden die Bärli-Biber bis heute ihren Weg auch in abgelegene Winkel der Schweiz.

Erste Flotte Zweifel Frisch-Service von 1970, vorne rechts Hansheri Zweifel
Messestand 1978 mit Josef Bischofberger, Tochter Karin Goldener-Bischofberger und Hansheri Zweifel (v.r.nl.)

1998

das beste zum schluss

Seit 1998 sorgen Bärli-Biber für eine besonders sanfte Landung für Reisende der Edelweiss Air. Denn kurz vor der Landung wird unser Gebäck verteilt. Dank dieser Partnerschaft kommen auch Menschen aus fernen Ländern auf den Bibergeschmack. Im Gegensatz zu Schokolade schmelzen Biber nicht. So kann man sie am Ferienziel auch mal am Strand geniessen.

Von der Schweiz in die weite Welt und wieder zurück in die Schweiz: auf den Flügen der Edelweiss Air sorgt Bärli-Biber für eine süsse Landung.

2000

ein biber für jede gelegenheit

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Vielfältig sind auch die Gelegenheiten, an denen Bärli-Biber die passende Verpflegung sind: Kleiner Hunger, Bärenhunger, Znünipause, Wanderpause, im Büro, in der Freizeit, zum Kaffee oder zum Dessert … Wir möchten, dass Bärli-Biber möglichst vielen Menschen genauso Freude machen wie uns. Deshalb verfolgen wir seit 2000 die Strategie «für jede Gelegenheit einen Bärli-Biber» und entwickeln unser Sortiment stetig weiter.

2002 Bio-Biber (62g)

2003 Duo Bärli-Biber für Automaten und Kassenplätze

2007 Mini-Bärli-Biber im Beutel für den kleinen Hunger (19g)

2013 Weisser Nuss-Biber (18g + 60g)

2014 6 Biberli im praktischen Vorratskarton (43g)

2016 Biber als kleines Geschenk (250g)

2018 Bio-Biber-Herz für die Liebsten (32g + 76g)

2019 Biberli als Kaffeebeilage (7g)

2021 Veganer Biber (60g)

2000

die fünfte generation

Seit 2000 liegen die Geschicke des Familienunternehmens in den Händen der Brüder Reto und Urs sowie dessen Frau Andrea Bischofberger. Sie führen den Betrieb gleichzeitig traditions­bewusst und zukunftsgerichtet, verwurzelt und zeitgemäss. So, wie bereits vier Generationen vor ihnen.

Urs, Andrea und Reto, 2023

2022 – 2024

umbau und neubau

Nach rund 12 Jahren Planung erfolgte 2022 der Spatenstich zu unserem neuen Besucherzentrum, der «Bärli-Biber-Welt», 2024 feierten wir die Eröffnung. Die letzten baulichen Veränderungen waren 1980 erfolgt – so war es also höchste Zeit, nebst unseren Produkten auch unser Besucherzentrum, den Verkaufsladen und die Produktionsstätte von Bärli-Biber und Co. in die Zukunft zu führen.

Um- und Neubau 2022 – 2024:
Bischofberger Bärli-Biber präsentiert sich zeitgemäss. Nebst einer modernen Produktions­kette befindet sich neu ein einladendes Besucherzentrum mit Ladenlokal, Museum und Eventraum an dem Ort, an dem unsere Familie seit 1875 backt und Biber herstellt